Der Begriff Abwassertechnik bezeichnet sämtliche Verfahren und Technologien, die mit Abwasser arbeiten. Dazu gehört zum Beispiel die Abwasserbehandlung, die Abwassersammlung oder die Abwasserableitung. Abwassertechnik kommt in der Siedlungswasserwirtschaft, die Teil des Bauingenieurwesens ist, vor.
Außerdem kommt Abwassertechnik in der Haustechnik zum Einsatz.
Abwassertechniker, die zur Branche der Abwasserwirtschaft gehören, warten Abwasserrohrsysteme und bereiten Abwässer auf. Außerdem überwachen und steuern sie die Betriebsabläufe in Kanalbetrieben und Kläranlagen.
In der Siedlungswasserwirtschaft zählen zur Abwassertechnik alle Verfahren zur Reinigung und zum Transport des Abwassers, sowie zu dessen Bevorratung.
Die Techniken, die in diesem Bereich zur Anwendung kommen, werden mit Mess- und Regelungstechnik verknüpft, wobei auch Techniken zur Energierückgewinnung mit einzubeziehen sind.
Besonders bei der Technik zur Reinigung des Abwassers wurden in den letzten Jahren zahlreiche Innovationen erreicht. Zu den mechanischen und biologischen Verfahren sind in diesem Bereich auch chemische Verfahren getreten. So wird das Abwasser zum Beispiel auch mittels Fällung von Phosphat gereinigt.
Bei der Abwassertechnik als Verfahren im Bereich der Haustechnik fallen alle Arbeiten an, bei der Regenwasser (Regenwassernutzung und Regentonne) und Abwasser in eine Entwässerungsanlage aus dem Haus, dem Industrie- oder dem Gewerbebetrieb abgeleitet werden soll. Dabei wird Regenwasser, bzw. Abwasser regulär in die öffentliche Kanalisation abgeleitet.
Zur Anwendung kommt bei der Abwassertechnik in der Haustechnik entweder ein Trenn- oder ein Mischsystem.
Beim Trennsystem werden für die Ableitung von Schmutz- und Fremd- oder Regenwasser getrennte Kanal- und Leitungssysteme angelegt. So wird zum Beispiel bei Neubauten das häusliche Schmutzwasser getrennt vom Regenwasser von den Dachflächen gesammelt und abgeleitet.
Beim Mischsystem werden alle Abwässer zunächst in einer gemeinsamen Leitung gemischt und im nächsten Schritt abgeführt. Dabei ist der Vorteil dieses Abwassersystems, das nur ein einziges Kanalsystem im zu entwässernden Gebiet installiert und betrieben werden muss. Allerdings muss die Kapazität der anlagen größer ausgelegt werden, um auch Regen- und Fremdwasser verarbeiten zu können.
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