Silberfische im Bad oder der Küche?

Wir zeigen Ihnen was Sie tun können, wenn Sie Silberfische im Bad oder der Küche haben und diese wieder loswerden möchten.

Silberfische treten in so ziemlich jedem Haushalt auf. Sie sind nicht groß (etwa ein bis zwei Zentimeter lang) sorgen jedoch für viel Unbehagen bei Menschen. Der Grund: Sie sind vor allem in der Dunkelheit aktiv und flüchten sehr schnell, wenn das Licht angeht. Außerdem lassen Sie sich nur schwierig bekämpfen. Die kleinen silbernen Tierchen sind auch sehr schwierig zu erkennen. Wenn man aber erstmal einen gefunden hat, sieht man schnell auch mehrere der kleinen Tierchen.

Insgesamt zählen die Silberfische zu den flügellosen Insekten und sind eigentlich harmlos - vor allem dann, wenn sie nur vereinzelt auftreten. Sie lassen sich sehr leicht durch ihren meist sehr metallisch anmutenden Glanz identifizieren, der durch die kleinen Hautschuppen (wie bei Fischen) hervorgerufen wird. Zudem haben Sie noch zwei Fühler am Kopfende, mit denen sie tasten können.

Nahrung und Vermehrung von Silberfischen

Silberfisch im Bad - Silberfischchen
Silberfisch im Bad - Silberfischchen

Silberfische ernähren sich vorwiegen von Kohlehydraten und von Zucker. Das ist auch der Grund, warum sie verstärkt in der Küche wiederzufinden sind. Zudem machen sie sich gerne über Schimmelpilze her - warum sie wiederum verstärkt auch im Bad vorkommen können.

 

Sie treten also zumeist nur dort auf, wo sie auch entsprechend Nahrung finden und wo die Umgebung perfekt ist. Dazu gehört meist auch eine Temperatur von 20 bis 30 Grad Celsius. Dafür ist natürlich gerade das Badezimmer prädestiniert, wenn sehr häufig geduscht wird und das Badezimmer vielleicht sogar innenliegend ist - das heißt keinen direkten Zugang nach draußen hat. Dann steigt die Luftfeuchtigkeit, es bilden sich unter Umständen kleine Schimmelpilze in Ritzen und Fugen und das ist eine sehr angenehme Umgebung für die Silberfischchen. Außerdem ist es in solchen Bädern auch nicht besonders hell, was der Entwicklung der Insekten zugute kommt.

 

Da Silberfische teilweise bis zu acht Jahre alt werden können, haben sie die Möglichkeit, sich mehrfach in Ihrem Leben fortzupflanzen. Ein Weibchen beispielsweise kann zwischen zwanzig und dreißig Eiern legen.

Wichtige Frage:

Sind Silberfische gefährlich? Nein, sie übertragen keine Krankheiten. Eine Bekämpfung ist daher "eigentlich" nicht notwendig.

Wo leben Silberfische?

Silberfische kommen in der Natur aber auch sehr gerne in den Quartieren von Menschen vor, da sie hier sehr leicht an ihre Lieblingsnahrung (siehe oben) kommen. Bevorzugt leben sie in Küchen und Badezimmern und zumeist in sehr kleinen Spalten, Ritzen oder hinter Tapeten.

Eben genau dort, wo die kleinen Silberfischchen sehr leicht hinkommen, ihre Fressfeinde sie aber nicht so gut erwischen können. Auch ihre Eier legen sie gerne in kleinen Ritzen und verstecken ab. Sie lassen sich zudem fast nur bei Dunkelheit blicken - weshalb man sie zumeist auch nur nachts auf der Toilette etc. findet. Sobald das Licht angeht ziehen sie sich blitzschnell zurück.

Silberfische bekämpfen und dauerhaft loswerden

Fressköder zur Bekämpfung

Natürlich gibt es verschiedene Methoden, wie Sie Silberfischchen bekämpfen können. Die einfachste Methode ist, wenn Sie einen Fressköder zur Silberfischbekämpfung aufstellen. Hier werden die Silberfische angelockt und fressen dann ein Gift. Dadurch sterben sie nach einer kurzen Zeit und können damit sehr einfach bekämpft werden. Wem diese Methode nicht gefällt, kann auch auf folgende Möglichkeiten zurückgreifen.

 

Hausmittel: Gut durchlüften

Um Silberfische auch dauerhaft fernzuhalten, muss man eventuell seine Gewohnheiten umstellen. Eine erfolgreiche Bekämpfung setzt eben auch voraus, dass die Entstehungsquellen für Silberfische eliminiert werden. Das heißt: Immer gut lüften - vor allem im Badezimmer und der Küche. Wenn oft sehr heiß geduscht wird, bildet sich Feuchtigkeit an den Wänden und auf dem Boden. Diese Feuchtigkeit kann zu Schimmelbildung führen. Der Schimmel wiederum ist ein Köder für Silberfische. Daher nach Möglichkeit das Bad immer gut lüften um Silberfischchen zu bekämpfen. Außerdem hilft es, feuchte Stellen im Bad immer gleich aufzuwischen. So verringert man die Risiken eines Silberfischbefalls. 

 

Hausmittel: Risse, Fugen und Ritzen schließen

Wieder ein Fall fürs Bad: In Ritzen und kleinen Löchern können sich Schimmelpilze bilden bzw. die Silberfische ihre Eier ablegen. Daher sollte man Risse gleich verschließen und die Fugen ordentlich mit Silikon abdichten, damit hier garkeine Probleme auftreten können.

 

Zucker und Kohlehydrate gut verpacken

Gegen Silberfische in der Küche hilft es, kohlehydrathat- und zuckerhaltige Speisen sehr gut zu verschließen. Ansonsten werden wiederum Silberfische angelockt, die dann bekämpft werden müssen.

 

Wem diese einfachen Hausmittel nicht ausreichen, der sollte dann eventuell doch zur chemischen Keule greifen und unter Umständen auch einen Fachmann zur Ungezieferbekämpfung zu Rate ziehen. Dieser weiß genau was zu tun ist und kann das Problem zumeist auch dauerhaft beseitigen.

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